Re-Zertifizierung der Gestaguss GEW Wetterzeube

Herr Hungenberg AirCert Re-ZertifizierungAm 18.05.2011 wurden die Werke der Gestaguss GEW Edelstahlgießerei GmbH in Velbert und Wetterzeube erfolgreich nach der aktuellen DIN EN ISO 9001:2008 auditiert und erhielt dadurch die AirCert Re-Zertifizierung .

Mit dem Geltungsbereich: Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Gussteilen und Systemkomponenten aus unlegiertem bis zu höchstlegiertem Stahlguss sowie Grau-, Hart- und Temperguss.

Somit stellt die Gestaguss GEW Edelstahlgießerei GmbH erneut ihre hohen Qualitätsstandards unter Beweis. Das Audit erfolgte durch Herrn Hungenberg (Foto)

Neues Kundenzentrum in Wetterzeube

Wetterzeube VerwaltungDie Abbrucharbeiten waren beendet und seit März 2010 wurde gebaut. Jetzt, nach der Fertigstellung des Neubaus auf dem Gelände des Stahlwerks Wetterzeube, konnten die Verwaltungsmitarbeiterinnen und -Mitarbeiter in das neue Kundenzentrum einziehen. In einem angenehmen und modernen Großraumbüro können nun die Verwaltungskräfte in ruhiger Umgebung ihrer Arbeit nachgehen. Auch die Kunden und Besucher können sich nun bestens aufgenommen fühlen. Ein großer Empfangs- und Konferenzraum präsentiert sich mit einer Auswahl von  Gussteilen aus unserer Produktion, während gleichzeitig auch für das leibliche Wohl eines jeden Gastes gesorgt werden kann.  Zudem erhielt die Werkswache ebenfalls ein neues „Zuhause“. In dem Neubau finden die Sicherheitskräfte der Firma Kötter ein neues Büro direkt am Haupttor vor. Diese bewachen das Gelände der Gestaguss GEW Wetterzeube an 365 Tagen und 24 Stunden am Tag. Für diese Aufgabe wurde das Werksgelände mit  modernster Kamera-Technik ausgestattet.

Einlaufmulde mit Hitzeschild für die Zementindustrie

hitzeschild1Hier zu sehen ist ein Probeaufbau einer Einlaufmulde mit Hitzeschild für die Zementindustrie, gegossen aus einem hochhitzebeständigem Stahlguss mit einem Anteil von ca. 50% Nickel und ca. 30% Chrom, die restlichen Bestandteile sind unser Know-How.  Die Hitzebeständigkeit beträgt ca. 1.200 Grad C. Das Gewicht der gesamten Konstruktion beträgt ca. 5.100 KG.

Unsere Spezialität ist das Gießen und Herstellen sowie das Montieren kompletter Konstruktionen von Verschleißteilen für die Zement- und Kalkindustrie.

RTL2 – Welt der Wunder: Gießerei in Deutschland

Welt der WunderWelt der Wunder vor Ort: Das Fertigungsverfahren Gießen zählt zu den ältesten Formgebungsverfahren und ist nach wie vor eine hochinteressante Produktionsart von Massenartikel aller Art, sowohl einfacher als auch komplizierter Gestalt. Aus diesem Grund machte sich ein Fernsehteam von RTL 2 auf den Weg nach Wetterzeube in die Edelstahlgießerei, um über diesen Vorgang zu berichten.

Die Mitarbeiter von Gestaguss– GEW standen dem Aufnahmeteam Rede und Antwort. Es dürfte eine informative Dokumentation entstanden sein, die am letzten Sonntag im März, den 28.03.2010 in der Sendung „Welt der Wunder“ auf RTL 2 ausgestrahlt wird.

Spendenaktion des Firmenverbundes

412002_r_by_dirk-schelpe_pixelio.deSpendenaktion: Die Metallgießerei (Aluminiumguss) Ralf Mewes GmbH und die Edelstahlgießerei Gestaguss – GEW haben dieses Jahr Weihnachten 2009 auf große Geschenkaktionen verzichtet und dafür vielen Kindern eine Freude gemacht.

Die Geldspenden gingen an den Kindergarten in Wetterzeube und an “Wunschzettel e.V. in Velbert, ein Verein, der schwerkranken und behinderten Kindern Wünsche erfüllt.

Bildnachweis: Dirk-Schelpe_pixelio.de

100 Jahre Gießerei in Wetterzeube

pict0097Die Edelstahlgießerei (Gestaguss GEW) in Wetterzeube feiert ihr hundertjähriges Bestehen. Neben einer Ausstellung mit Fotos aus vergangenen Zeiten und einem Lageplan von 1909 konnten die zahlreichen Besucher auch mehrmals am Tag ein Schaugießen betrachten.

Auch die Belegschaft der Velberter Gießerei und der Partnerfirma Metallgießerei Ralf Mewes GmbH machten sich mit einem gecharterten Reisebus auf den Weg nach Wetterzeube, um mit ihren Kollegen das Jubiläum zu feiern.

Am 2. September 1909 gründeten der Kaufmann Richard Staeglich und der Maschineninspektor Max Haberkorn eine Maschinenfabrik einschließlich einer Eisen- und Metallgießerei in Wetterzeube mit dem Namen „Stahlwerk Staeglich und Haberkorn Wetterzeube“.

Die Fabrikhalle wurde in einer Größe von 67 x 14 Meter errichtet und bestand aus einem Erd- und Obergeschoss. Der Materialbunker für Schüttgut, der Kutschschuppen und der Pferdestall kamen hinzu. Die Gießerei besaß einen Kupolofen und zwei Tiegelöfen sowie eine Handschmiede, eine Schleiferei, einen Maschinenraum und das Magazin. Im Gründungsjahr wurden mit einer Belegschaft von 17 Arbeitern Ersatzteile für die Bergbauausrüstung produziert. Mit der neuen Gießhalle 1921 wurde auch die alte Anlage mit einem Siemens-Martin-Ofen abgelöst. Zu der Zeit waren 48 Arbeiter in der Gießerei Wetterzeube beschäftigt.

Heute sind 350 Mitarbeiter an 3 Standorten in Wetterzeube und Velbert tätig. Das Produktionsaufkommen erreicht mittlerweile 20.000 Tonnen Hartguss, Temperguss, Gusseisensorten und Edelstahlguss.

Schwierige Lage im Bereich Guss

Schwierige Lage 387508_r_by_birgith_pixelio.deEnde Juni 2009 sind 9% aller deutschen Gießereien in Insolvenz, mit einem Umsatzvolumen von 1 Mrd €.

Bildnachweis: BirgitH_pixelio.de

Die Geschichte der Gießerei in Velbert

192461_r_by_walter-haindl_pixelio.de1670
Bereits 1670 erhielt Ruprecht von der Pfalz ein englisches Patent auf die Herstellung von Temperguss.

1749
Im Jahre 1749 wurde die erste Gelbgießerei (Messing) von W. Engstfeld in Heiligenhaus gegründet.

Die ersten Erzeugnisse dienten offenbar gehobenen Ansprüchen, daher gab es nur begrenzte Verwendungs- u. Absatzmöglichkeiten. Es war eine interessante Nebentätigkeit, die für eine Lebensgrundlage zu schmal war.

1800
Johann Peter Engels war der erste Fabrikant, der in Velbert Kleingussteile in Massenanfertigung herstellte.

Anfang bis Mitte 19. Jahrhundert
In dieser Zeit erfolgte der Übergang zur Massenfertigung der Schloss- und Beschlägeindustrie durch die Zähigkeit und Bruchsicherheit des Tempergusses.

In Velbert enstand die größte Konzentration von Gießereien Deutschlands. Velbert war außerdem der maßgebene Ort für handgetriebene Haushaltsmaschinen (Maismühlen), die in großer Stückzahl bei der Firma BME in Velbert hergestellt wurden.

1816 – 1840
In dieser Zeit wurden bereits 14 Gelbgießereien gezählt.

1832
Bis 1832 gab es aber nur mangelnde Arbeitsmöglichkeiten und gedrückte Preise. Der Grund hiefür waren die kriegerischen Ereignisse in Polen und Belgien.

1851
Im Jahre 1851 wurde die erste Eisengießerei von Winand Ohren gegründet.

1855 – 1874
In diesen Jahren stagnierte das gesamte Gewerbe. Trotzdem gab es weitere Gründungen von Eisen- und Tempergießereien.

In den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens waren die Eisen- und Tempergießereien fast ausschließlich Zulieferer für die Schlossproduktion.

1858
Die 25. Gelbgießerei entstand.

1870er
Die Nachfrage stieg, es kam zu zahlreichen Firmenneugründungen. Der Einsatz von Dampfmaschinen und die Spezialisierung auf Teilbereiche verdrängten die handwerkliche Herstellung.

1880
Bereits 1880 wurden die ersten Gesellen angelernt.

1892
In Velbert gab es 14 Eisen- und Tempergießereien sowie 18 Gelbgießereien. August Engels Eisenguss wurde gegründet. Velbert war der größte Gießerei-Standort Europas.

1936 – 1956
Die Gießereien waren die zweitwichtigste industrielle Gruppe hinter der Schloss- und Beschläge- Industrie. Die Gießereien beschäftigten nunmehr 6.000 – 7.000 Menschen.

1945
Trotz der kriegswichtigen Produktion wurde Velbert nicht Ziel von Bombenangriffen, so dass im August 1945 bereits 84 % der Firmen den Betrieb wieder aufgenommen hatten.

1956
Die Tempergießereien waren dominierend. Bis zur Demontage von Produktionsanlagen in der Nachkriegszeit wurde auch Stahlguss gefertigt.In dieser Zeit gab es 32 Eisen-, Temper – Metallgießereien. Mehr als die Hälfte im gesamten Industrie- und Handelskammerbezirk Wuppertal waren in Velbert angesiedelt. 6.500 Beschäftigte waren in Velberter Gießereien tätig. Im Wuppertaler Kammerbezirk wurden 65.000 t Temperguss pro Jahr gefertigt. Das waren mehr als 40 % der gesamten Kapazität von Deutschland. Die Beschäftigten teilten sich folgendermaßen auf: 12 Betriebe mit weniger als 50 Beschäftigten,14 Betriebe bis 300 Beschäftigte und 6 Betriebe mit mehr Beschäftigten. Der größte Betrieb hatte 1.500 Mitarbeiter. Es wurden vielseitige Fittingsmodelle hergestellt und Gussstücke bis zu mehreren 1000 kg gefertigt.

1961
Das Jahr 1961 war die Hochzeit der Eisen-, Stahl- und Tempergießereien. Es bestanden 34 Betriebe mit 6.900 Arbeitern. 18 Firmen kamen aus dem NE-Metallguss. Jeden Morgen pendelten 10.600 Berufstätige nach Velbert.

1980 – 2002
Mehrere Tausend Mitarbeiter verloren Ihren Arbeitsplatz. Nur noch 3% aller Gießereiunternehmen Westdeutschlands liegen heute in Velbert.

2009
Es gibt nur noch eine Eisengießerei in Velbert: Der Firmenverbund Gestaguss – GEW / BME Guss.

Bildnachweis: Walter Haindel – Pixelio.de

Velbert und seine Gießereien

ap_36380_crw_0336_rjDie Stadt Velbert liegt im Dreieck zwischen Essen, Wuppertal und Düsseldorf und erreicht mit 260 m ü.M. seinen höchsten Punkt. Im 7. Jh. ließen sich Franken nieder und rodeten das Gebiet, um Felder anzulegen. 875 erwähnte man zum ersten Mal einen früheren Namen (Feldbrahti) für das heutige Velbert. Dieser heutige Stadtname erscheint zum ersten Mal 1481. Neben den Gehöften entstanden ab dem 17. Jh. neue Siedlungen, in denen die einfachen Landarbeiter lebten. Sie konnten ihren Lebensunterhalt nur durch Nebenerwerb bestreiten und errichteten in ihren Häusern einen Werkraum. Das Metallgewerbe hatte seinen Start in Velbert. Es wurden Schaufeln und Hacken für den Bergbau gefertigt, aber auch bereits Schlüssel und Schlösser.

1794 lebten bereits 1.040 Einwohner in Velbert und betätigten sich zu 65 % als Handwerker. Den Schwerpunkt bildete die Schloss- und Schlüsselfertigung. Hier wird auch der Velberter Slotsmet erwähnt. Im 18. Jh. stießen dann die ersten Gießereien dazu. Die Velberter Gießereien haben sich im Laufe der Jahrzehnte zunächst auf die Erfordernisse der Schloss- und Beschlagindustrie eingestellt und dieser entscheidende Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet. Aber auch andere Verwendungszwecke haben weite Absatzgebiete im In- und Ausland gefunden.

Die Einwohnerzahlen wuchsen stetig an. Waren es zur Jahrhundertwende ins 20. Jh. noch ca, 17.000 Einwohner, konnte man 1970 bereits 55.000 zählen. Nach der Gebietsreform und dem Zusammenschluss mit Langenberg und Neviges beziffert man die Einwohnerzahl mit über 90.000.

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Gestaguss / Cement International