Velbert und seine Gießereien

ap_36380_crw_0336_rjDie Stadt Velbert liegt im Dreieck zwischen Essen, Wuppertal und Düsseldorf und erreicht mit 260 m ü.M. seinen höchsten Punkt. Im 7. Jh. ließen sich Franken nieder und rodeten das Gebiet, um Felder anzulegen. 875 erwähnte man zum ersten Mal einen früheren Namen (Feldbrahti) für das heutige Velbert. Dieser heutige Stadtname erscheint zum ersten Mal 1481. Neben den Gehöften entstanden ab dem 17. Jh. neue Siedlungen, in denen die einfachen Landarbeiter lebten. Sie konnten ihren Lebensunterhalt nur durch Nebenerwerb bestreiten und errichteten in ihren Häusern einen Werkraum. Das Metallgewerbe hatte seinen Start in Velbert. Es wurden Schaufeln und Hacken für den Bergbau gefertigt, aber auch bereits Schlüssel und Schlösser.

1794 lebten bereits 1.040 Einwohner in Velbert und betätigten sich zu 65 % als Handwerker. Den Schwerpunkt bildete die Schloss- und Schlüsselfertigung. Hier wird auch der Velberter Slotsmet erwähnt. Im 18. Jh. stießen dann die ersten Gießereien dazu. Die Velberter Gießereien haben sich im Laufe der Jahrzehnte zunächst auf die Erfordernisse der Schloss- und Beschlagindustrie eingestellt und dieser entscheidende Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet. Aber auch andere Verwendungszwecke haben weite Absatzgebiete im In- und Ausland gefunden.

Die Einwohnerzahlen wuchsen stetig an. Waren es zur Jahrhundertwende ins 20. Jh. noch ca, 17.000 Einwohner, konnte man 1970 bereits 55.000 zählen. Nach der Gebietsreform und dem Zusammenschluss mit Langenberg und Neviges beziffert man die Einwohnerzahl mit über 90.000.